SEO: Was war 2018 los – und wo geht es 2019 hin?!

Das Jahr 2018 neigt sich mit großen Schritten dem Ende zu. Genau die richtige Zeit also, um die letzten 12 Monate Revue passieren zu lassen. Aus diesem Grund starten wir heute einen SEO-Rückblick und fassen zusammen, was sich in diesem Jahr diesbezüglich alles getan hat. Anschließend gibt es einen Ausblick, was Website-Betreiber SEO-technisch 2019 erwartet und wie man sich für das kommende Jahr am besten rüstet.

Die Google Core-Updates

Das Jahr 2018 hatte wieder einiges „in Petto“, was das Thema „Suchmaschinenoptimierung“ anging.

Google hat in diesem Jahr mehrmals an seinem Core-Algorithmus („Kern-Algorithmus“) geschraubt – mit dem erklärten Ziel, die Suchergebnisse für User noch relevanter zu gestalten.

So zum Beispiel geschehen im März diesen Jahres: Websites, die viel Content bieten, haben in diesem Zuge an Sichtbarkeit gewonnen. Zu den Gewinnern zählten sich zum Beispiel xing.com oder youtube.com.

Seiten, die dagegen mit reinen Aufzählungen von sich reden machten, wie duden.com, haben an Sichtbarkeit eingebüßt.

Google selbst äußerte sich auf Twitter, am 12. März 2018, folgendermaßen zu dem großen Update: „Das Ziel der Neuerungen bestand nicht darin, bestimmte Seiten abzustrafen, sondern lediglich bislang unterbewertete Seiten zu „pushen“. Es kann auch sein, dass diese Seiten im Zeitablauf wieder an Sichtbarkeit gewinnen.“ (Quelle https://twitter.com/searchliaison/status/973241543636148225)

Ein weiteres großes Update folgte im August 2018. Vom Traffic- und Sichtbarkeitsverlust betroffen waren insbesondere Gesundheits- und Lifestyle-Websites, Webauftritte von Ärzten, Blogs mit Ernährung- und Gesundheitstipps und Onlineshops von Gesundheitsprodukten. Dabei stand für Google wohl der so genannte „Trust“, also das Vertrauen, im Fokus – tatsächlich vergleichbar mit dem menschlichen Vertrauen. Hat eine Seite einen guten Ruf, wird ihr vertraut. Und umgekehrt gilt dasselbe: Hat ein Webauftritt in der Vergangenheit User schon einmal enttäuscht, zum Beispiel mit nicht-mehrwerthaltigem Content oder ähnlichem, erhält deutlich weniger Vertrauen.

Natürlich gab es nicht nur die beiden großen Updates, sondern immer wieder auch kleinere Veränderungen am Algorithmus, die aber nicht allzu sehr ins Gewicht gefallen sind und damit den meisten Website-Betreibern auch nicht aufgefallen sein dürften.

SEO-technisch war’s das aber nicht – es ging noch weiter rund!

„Okay Google“ – Die Sprachsuche

Google hat die so genannte „Voice Search“, also die Sucheingabe via Spracheingabe über Smartphone und Tablet in den Fokus gerückt. Schließlich wird die Sprachsuche in Zukunft das Suchverhalten völlig revolutionieren – davon ist Google überzeugt.

Fakt ist: Die Vorteile liegen klar auf der Hand und vermutlich werden bald immer mehr Menschen auf diese Art der Sucheingabe umsteigen. Die Suche geht noch schneller und komfortabler von statten. Auch Menschen, die mit dem Tippen Schwierigkeiten haben, etwa durch eine körperliche Beeinträchtigung oder eine Rechtschreibschwäche, können so bequem das Netz durchforsten.

Durch zahlreiche Instrumente, wie Siri, dem Google Assistenten und Amazon Alexa hat sich die Sprachsuche bereits in unseren Alltag integriert und ist aus diesem nicht mehr wegzudenken. Rund ein Drittel der Gesamtbevölkerung nutzt die Sprachsuche bereits regelmäßig. Was für Schlüsse Sie SEO-technisch daraus Schlüsse ziehen können, dazu kommen wir später.

Mobile First Index: Googles Seitenumzug

Die mobile Optimierung war im Jahr 2018 ebenfalls ein großes Thema bei Google – schließlich werden rund die Hälfte aller Suchanfragen weltweit über mobile Endgeräte abgesetzt. Umso wichtiger ist es für Google also, dass die Suchergebnisse auch mobil ein entsprechend hochwertiges Nutzererlebnis bieten.

Googles logische Konsequenz: Der mobile Index hat Anfang des Jahres den Desktop-Index komplett abgelöst. Google checkt also nun nicht mehr, ob es zur Desktop-Version eines Webauftritts eine mobile Version vorliegt, sondern umgekehrt: Ob zur mobilen Ansicht einer Website auch eine Desktop-Variante existiert.

Im Fokus: Unterstützung für Webentwickler

Google lässt Webentwickler nicht im Regen stehen, sondern ganz im Gegenteil: Unterstützt sie mit wertvollen Tools. So hat Google in diesem Jahr eine Learning-Plattform ins Leben gerufen, die Webentwicklern und Website-Betreibern wertvolle Tipps, Tricks und Leitfäden zur Optimierung des Webauftritts an die Hand gibt.

Aber auch an der Google Search Console, mit der sich die Präsenz der eigenen Seite in den Suchergebnissen überwachen lässt, hat Google in diesem Jahr gearbeitet und mit weiteren nützlichen Funktionen aufgewartet.

SEO-Basics: Die „Evergreens“

Die „altbekannten“ SEO-Basics haben auch 2018 nicht an Bedeutung eingebüßt. Immer noch sind sie wichtige Rankingfaktoren:

  • Hochwertige Backlinks und organischer Linkaufbau
  • Hochwertiger und einzigartiger Content, der regelmäßig erscheint
  • Eine moderne Website, die den Interessen und Bedürfnissen der Zielgruppe entspricht
  • Regelmäßiges Monitoring, also das Überwachen der SEO-Ziele
  • Ganzheitliches Denken und kontinuierliches „am Ball bleiben“

SEO-Trends: Das erwartet Sie 2019

Ausrichtung des Webauftritts auf die Voice-Search

Die Suche per Spracheingabe gewinnt immer mehr an Bedeutung – das haben wir oben bereits erläutert. Deshalb ist es umso wichtiger, den eigenen Webauftritt JETZT schnellstmöglich an dieses neue Suchverhalten anzupassen, um nicht in Zukunft „den Anschluss“ an die Zielgruppe zu verlieren.

Doch wie erreicht man dieses Ziel am besten?

Wichtig ist, sich erst einmal zu verdeutlichen, was dieses neue Suchverhalten eigentlich ausmacht: User geben nicht mehr einzelne Schlagworte in die Suchmaske ein und auch keine kombinierten Schlagworte (so genannte „Long Tail Keywords“), sondern stellen vielmehr vollständige Fragen. Aus diesem Grund stellt es sich als immens wichtig dar, den Webauftritt genau hierauf auszurichten.

Im ersten Schritt ist zu eruieren, welche Interessen und Bedürfnisse die eigene Zielgruppe hat – um anschließend den Webauftritt genau hierauf auszurichten. Da bei der Spracheingabe ganze Fragen gestellt werden, muss die Website in der Lage sein, genau diese zu beantworten. Versetzen Sie sich also in Ihre User hinein und überlegen sich, welche Fragen diese stellen könnten.

Mittels FAQ lassen sich diese Fragen – und natürlich die dazugehörigen Antworten – entsprechend abfassen und damit die Suchintention der User befriedigen. Die Antworten sollten aber keinesfalls zu lang sein und der kurzen Aufmerksamkeitsspanne der User gerecht werden – dabei natürlich aber auch möglichst alle wichtigen Informationen abdecken und gut strukturiert sein. Das ist die Kunst dabei.

Und apropos Aufmerksamkeitsspanne: Wer die Sprachsuche nutzt, hat vermutlich wenig Zeit. Umso wichtiger ist es also, dass die Seite außerdem mit kurzen Ladezeiten von sich reden macht.

Übrigens: Wer es schafft, Fragen kurz und knapp und dabei vollständig zu beantworten, kann es mit seiner Antwort (bzw. dem dazugehörigen Ausschnitt der eigenen Website) in den Rich Snippets zu laden, also ganz oben in den Suchergebnissen angezeigt zu werden – dabei handelt es sich um die begehrte „Position 0“.


Quelle: https://www.google.com/search?q=wie+kocht+man+griesbrei%3F&rlz=1C1CHBF_deDE775DE775&oq=wie+kocht+man+griesbrei%3F&aqs=chrome..69i57j0l5.3102j0j7&sourceid=chrome&ie=UTF-8 (abgerufen am 27.12.18)

Mobile Optimierung: Auch 2019 ein Thema

Seit dem Aufkommen mobiler Endgeräte ist die mobile Optimierung von Websites für Google ein Riesen-Thema. Auch 2019 wird sich daran nichts ändern.

Wer also den eigenen Webauftritt noch nicht hierfür optimiert hat, sollte das schleunigst auf die Agenda des kommenden Jahres setzen.

Auch wenn Sie die mobile Optimierung bereits vorgenommen haben, können Sie sich unter anderem die folgenden Fragen stellen, um das Getane kritisch auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls noch zu verbessern:

  • Ist der Content für mobile Endgeräte konzipiert – nicht zu lang, aber dennoch qualitativ hochwertig und einzigartig sowie gut strukturiert?
  • Ist auf mobilen Endgeräten eine kurze Ladezeit des Webauftritts gegeben?
  • An welchen Stellen lassen sich strukturierte Daten einsetzen?
  • Sind Verlinkungen und andere Aspekte in der mobilen Variante korrekt implementiert und so dargestellt, dass sie die User-Experience vervollständigen?

Wer die mobile Optimierung gut und konsequent umsetzt, wird davon langfristig im Suchmaschinenranking profitieren – denn auch 2019 und in den darauffolgenden Jahren wird dies ein wesentlicher Rankingfaktor sein.

Die User-Experience: Wichtig wie nie!

Jetzt haben wir schon öfter mit dem Begriff „User-Experience“ um uns geworfen. Konkret bedeutet das: User haben nicht viel Zeit und Geduld – deshalb muss eine Website genau den Anforderungen entsprechen, auf welche die Suchanfrage ausgerichtet ist. Ist das nicht der Fall, verlassen User frustriert die Seite und kommen nicht wieder. Das gilt es zu vermeiden. Aber wie?

Wir empfehlen:

  • Hochwertigen Content, der regelmäßig erscheint
  • Einbinden von einzigartigem Video- und Bildmaterial sowie Infografiken, die Mehrwert enthalten
  • Eine gut strukturierte und übersichtliche Seite, die modern-schlicht gestaltet aber nicht zu überladen ist und der Zielgruppe gefällt – Ästhetik und Emotionalität spielen dabei eine große Rolle, um eine entsprechende „Markenwelt“ aufzubauen
  • Kurze Ladezeiten
  • Eine mobile Optimierung der Seite
  • Interaktionen anbieten: Conversion-optimierte Landingpages mit klaren Call-to-Action-Buttons – also Schaltflächen, die den User konkret auffordern, etwas zu tun (zum Beispiel Infomaterial anfordern, um Rückruf bitten, etc.)
  • Den Webauftritt SEO-optimieren – ansprechend für User UND die Suchmaschine

Fazit

Auch das kommende Jahr wird wieder einiges an Spannung bringen, was das Thema „SEO“ angeht – das ist so sicher, sie das sprichwörtliche „Amen in der Kirche“. Die altbekannten Basics bleiben auf jeden Fall weiterhin wichtig und sollten nicht vernachlässigt werden!

Planen Sie am besten bereits im Voraus, was Sie SEO-technisch 2019 an Maßnahmen in Angriff nehmen möchten – wichtig ist, dabei realistisch zu bleiben.

Wir empfehlen das Aufstellen eines Jahresplanes. So haben Sie stets Ihre Ziele im Blick und die „To-Do“ immer griffbereit. Natürlich kann und sollte (!) der Jahresplan immer wieder angepasst werden, um auf Neuerungen – wie zum Beispiel Algorithmus-Updates – flexibel und zeitnah zu reagieren.

Der Jahresplan könnte folgendermaßen aussehen:

  • Januar 2019: Die Interessen und Bedürfnisse der Zielgruppe kritisch hinterfragen. Was hat sich im Vergleich zum Vorjahr verändert? Suchwortanalyse durchführen und Content entsprechend darauf ausrichten.
  • Februar 2019: Mobile Optimierung und Ladezeit der Website überprüfen – gibt es Handlungsbedarf?
  • März 2019: … und so weiter

Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2019 – bleiben Sie SEO-technisch auf jeden Fall am Ball, das wird sich langfristig auszahlen!



Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.