Die Bedeutung der Keyword-Analyse

Ein moderner Webauftritt, der nicht für die Suchmaschine Google optimiert ist, reicht nicht aus, um gute Umsätze zu generieren. Wer im Netz nicht unsichtbar sein möchte, sollte also mit seiner Webseite möglichst auf Seite 1 der Google-Suchergebnisse auftauchen, maximal aber auf Seite 2.

Seiten, die auf den hinteren Seiten rangieren, erhalten zumeist gar keine Aufmerksamkeit – und damit lassen sich auch weder Traffic noch Umsätze erzielen. Wertvolles Potenzial wird verschenkt.

So weit soll es doch gar nicht erst kommen. Deshalb gehen wir Ihnen in unserem heutigen Blogartikel, der Frage nach: Warum ist die Wahl der richtigen Keywords überhaupt so wichtig?

In diesem Zusammenhang werfen wir zuerst mal einen Blick auf das Suchverhalten der User – denn damit ist das Thema „Keywordanalyse“ eng verzahnt.

Das Suchverhalten der User im Netz

Das Thema „Suchmaschinenoptimierung“ sollte für Website-Betreiber in der heutigen Zeit kein Neuland mehr sein. Schließlich geht es darum, bei der Zielgruppe im Netz präsent und sichtbar zu sein.

Der ausgefeilte Google-Algorithmus sorgt dafür, dass die für User relevantesten Suchergebnisse zu dem verwendeten Keyword ganz oben angezeigt werden. Schließlich ist Google bestrebt, den User schnellstmöglich zufrieden zu stellen, was das Ergebnis seiner Suchanfrage angeht.

Das funktioniert nur, indem der Webauftritt auf die Suchanfragen der Nutzer optimiert wurde – und die Basis hierfür bildet nun einmal die Keywordanalyse.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie User generell nach Produkten und Dienstleistungen im Netz suchen?

Im Folgen haben wir ein paar Zahlen der „ahrefs-Studie“ vom Oktober 2018 für Sie zusammengestellt, die das heutige Nutzungsverhalten darstellen:
Dabei wurden weltweit ca.1.4 Milliarden Google-Suchanfragen analysiert. Etwa 2,8 Prozent der Suchanfragen bestehen aus einem Keyword. Alle anderen Suchanfragen setzen sich aus mindestens drei bis fünf Wörtern, also Keyword-Kombinationen (sogenannte „Long Tail Keywords“), zusammen – oder sogar ganzen Fragen, wie: „Wo kann ich eine Stehlampe kaufen?“

Die Minderheit der Suchanfragen besteht also tatsächlich aus einzelnen Schlagworten. Umso wichtiger, sich als Website-Betreiber dieses Wissen zu Nutze zu machen und den eigenen Webauftritt an das Suchverhalten der User anzupassen, was die Auswahl der Keywords, Long-Tail-Keywords und Suchphrasen angeht.

Übrigens: Insbesondere im Hinblick auf die sich immer weiter etablierende Voice-Search lohnt es sich zu eruieren, welche Suchphrasen die eigene Zielgruppe verwendet.

Was steckt hinter der Google Voice Search?

Wer die Spracheingabe am mobilen Endgerät oder Desktop nutzt, um das Netz nach etwas zu durchsuchen, verwendet hierfür die Voice Search, die sich bereits seit dem Jahr 2011 zumeist vorinstalliert auf den meisten Geräten befindet.

Googles Einschätzungen und diversen Studien zu Folge, wird die Voice Search in Zukunft die herkömmliche Suche immer weiter ablösen. Einfach, weil User auf diese Weise noch schneller und komfortabler suchen können – und zudem auch barrierefrei. Das bedeutet auch, Menschen, die über eine Rechtschreibschwäche verfügen oder gar erblindet sind, haben so bequem Zugriff auf das World Wide Web.

Fakt ist aber auch: Wer die Voice Search nutzt, spricht nicht einfach einzelne Schlagworte ins Mikro, sondern formuliert ganze Fragen. Wie zum Beispiel: Welchen Salzgehalt benötigt ein Meerwasseraquarium?“

Die Google-Sprachsuche kann solche Anfragen mittlerweile super verarbeiten und liefert den Usern dementsprechend relevante Ergebnisse aus.

Das stellt aber auch der Grund dar, warum die Keywordanalyse „mit der Zeit“ gehen und sich mit Long-Tail-Keywords und ganzen Suchphrasen befassen muss.

Die Anzahl derer, die das Netz auf diese Weise durchsuchen, steigt quasi täglich. Deshalb ist es umso wichtiger, die Keywordanalyse gut zu durchdenken und planvoll durchzuführen.

Doch wie geht man dabei am besten vor?

Keywordanalyse: Das Vorgehen

Das erklärte Ziel der Keywordanalyse besteht darin, Keywords zu finden, die ein hohes Suchvolumen bei gleichzeitig möglichst niedrigem Wettbewerb aufweisen. Das ist die wichtigste Grundlage, um mit der optimierten Website gut zu ranken.

Das heißt, es gibt für Websitebetreiber im Rahmen dieser wichtigen Konzeptionsphase einiges zu tun:

  • Die Identifizierung der Suchbegriffe, die das Ranking in den Google-Suchergebnissen positiv beeinflussen. Man erhält dadurch realistische Informationen darüber, was User als relevant empfinden.
  • Aufbau einer Keyword-Basis, die an verschiedenen Stellen der Website / des Contents Verwendung findet.

Wer die Suchbegriffe einfach selbst nach „gut dünken“ festlegt, läuft Gefahr, an der Zielgruppe „vorbei zu schreiben“. Fakt ist: Was nicht gesucht wird, kann natürlich auch von den Usern nicht gefunden werden. Umso wichtiger ist es also, diese Analyse gewissenhaft durchzuführen.

Als besonders wertvoll und zielführend erweisen sich dabei Keywords, die ein hohes Suchvolumen bei gleichzeitig möglichst geringem Wettbewerb aufweisen.

Doch wie findet man diese am besten?

  1. Als erstes sollte man sich im Klaren darüber sein, welche Kennzeichen die eigene Zielgruppe ausmachen und nach was diese überhaupt im Netz sucht. Ein Beispiel dazu finden Sie hier.

    Dabei sind sowohl Fachkenntnisse als auch Empathie gefragt. Wir empfehlen hierfür ein Brainstorming, gerne auch mit Freunden / Bekannten bzw. fachfremden Personen. Diese haben oftmals einen offeneren „Blick“ und kommen damit auf Ideen bzw. Schlagworte und Suchphrasen, die einem selbst verborgen geblieben wären. Das Durchstöbern von Fachzeitschriften und themenrelevanten Websites kann dabei durchaus hilfreich sein.

    Anschließend ist zu überlegen:
    Auf welche Suchanfragen soll der eigene Webauftritt in Zukunft Usern die passende Antwort liefern? Daraufhin lässt sich entscheiden, wie der zugehörige Inhalt am besten aussehen bzw. optimiert sein sollte.

  2. Erst im zweiten Schritt erfolgt eine ausführliche Keywordanalyse, anhand derer die Inhalte entsprechend angepasst werden.

    Zur Durchführung der Keywordanalyse gibt es diverse Tools, die ungemein hilfreich sind und die unbedingt auch herangezogen werden sollten.

    Dazu zählen:

    • Google Suggest
    • Das Google AdWords Keyword-Tool
    • Google Trends

    Und natürlich gibt es noch viele weitere Instrumente, von Sistrix, Searchmetrics und Co. – teilweise kostenlos und teilweise kostenpflichtig – die einem bei der Auswahl der richtigen Keywords unter die Arme greifen.

    Was diese Tools genau bewirken und wie man nun die richtigen Schlagworte und Suchphrasen findet, das haben wir in unserem Schritt-für-Schritt-Artikel, den wir kürzlich zu diesem Thema erstellt haben, ausführlich erklärt.

  3. Nachdem die Keywords feststehen, ist eines ganz besonders wichtig: Die Verwendung der gewählten Worte und Phrasen an verschiedenen Stellen der Website bzw. des Webshops.

    Die wichtigste Regel im Hinblick auf den Content lautet: Schreiben Sie nicht für die Suchmaschine, sondern für die User!

    Was bedeutet das konkret?
    Nur wenn der Content – seien es Blogartikel, Landingpage-Texte oder Produktbeschreibungen – in der Lage ist, die Interessen und Bedürfnisse der User zu adressieren, wird er auch seine Wirkung nicht verfehlen.

    Schließlich lautet das erklärte Ziel ja, die potenziellen Kunden über den dargebotenen Mehrwert für das eigenen Produkt- und Dienstleistungsportfolio zu begeistern.

    Die Keywords sollten natürlich nicht nur im Content, sondern auch an anderen Stellen des Webauftritts Anwendung finden, um „die Macht“ der Keywords voll auszuschöpfen:

    • in Meta-Daten,
    • bei der Beschriftung von Artikel- und Beitragsbildern, Videos und Infografiken und
    • in Google-Werbeanzeigen.

Fazit

Natürlich sind die Entscheidungen über die zu verwendenden Keywords, Long-Tail-Keywords und Suchphrasen immens wichtig, wie wir in diesem Artikel gezeigt haben. Schließlich ermöglichen sie auch eine Antwort auf die wichtige Frage: Ist die Suchmaschinenoptimierung mit den gewählten Keywords wirtschaftlich und technisch überhaupt zielführend?

Aber: Machen Sie nicht den Fehler und schreiben Sie für die Suchmaschine reine „SEO-Texte“.
Der Content richtet sich immer noch an echte Menschen mit ganz gezielten Interessen und Bedürfnissen – und wenn dieser gleichzeitig noch entsprechend gut für die Suchmaschine optimiert ist: Dann haben Sie alles richtig gemacht und profitieren nicht nur von einem guten Ranking, sondern auch von Traffic sowie entsprechenden Umsätzen. Nur Nutzer, die mit dem Suchergebnis auch zufrieden sind, sorgen auch im Endeffekt für mehr Conversions.

Eine Keyword-Analyse bildet den Grundstein für alle weiteren SEO-Aktivitäten!



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