Inhabergeführtes Kleinunternehmen: Mit Onlinemarketing und SEO den Umsatz steigern (1)

Marketing ist ein wichtiger Grundpfeiler für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen jeder Größe und Branche. Gerade in inhabergeführten Kleinunternehmen stellt es sich jedoch schwierig dar, das Marketing als „Dauerdisziplin“ zu verfolgen. Entweder fehlen personelle und / oder finanzielle Ressourcen oder schlicht und einfach das Knowhow zur Umsetzung.

Doch ohne im Bereich Onlinemarketing aktiv zu sein, haben es Unternehmen heutzutage schwer. Schließlich sind die leichte Auffindbarkeit im Netz sowie eine ansprechende und moderne Website mit Mehrwert mittlerweile DIE Kriterien für User, um auf das Unternehmen aufmerksam zu werden und dort auch die entsprechenden Produkte und Dienstleistungen zu beziehen, anstatt dem Wettbewerber den Vorzug zu geben.

In dieser Serie, beginnend mit diesem Blogartikel, erläutern wir, wie inhabergeführte Kleinunternehmen von den Maßnahmen des Onlinemarketings profitieren können – aber auch, welches Knowhow und welcher Arbeitsaufwand damit verbunden sind.

Doch zunächst werfen wir einen Blick auf die Entwicklungen in der Vergangenheit und wie sie dazu beigetragen haben, dass das Onlinemarketing heutzutage so eine wichtige Rolle spielt.

Früher und heute – Entscheidende Veränderungen im Marketing

Die persönliche Kommunikation zwischen Kunden und Händlern ist immer in der Vergangenheit ein wesentlicher Bestandteil gewesen, der die Kaufentscheidung beeinflusst hat. Dieser direkte Dialog wurde jedoch, im Zuge des Massenmarketings, vor rund 150 Jahren ausgeschaltet.

Unternehmen fingen damit an, Massenbotschaften zu senden: Über Plakate, Radio- und TV-Werbung und vielem mehr sollten die Kunden passiv zum Kauf animiert werden. Diese Art von Marketing, bei der eine breite Masse an Menschen angesprochen wird, wird im Fachjargon auch als „One-Way-Communication“ bezeichnet, da die Adressaten keinerlei Möglichkeit haben, mit den Werbebotschaften zu interagieren.

Heutzutage geht die Tendenz jedoch wieder zurück zur persönlichen Kundenkommunikation („Two-Way-Communication“). Kunden möchten nicht länger passive Empfänger von Werbebotschaften sein – sie haben schlicht und ergreifend keine Lust mehr, mit Werbebotschaften überhäuft zu werden, die nicht ihren Interessen entsprechen.

Die Adressaten begreifen immer mehr die Methoden und Vorgehensweisen des Marketings und stehen diesen zunehmend zweifelnd gegenüber. Hierdurch entstand & entsteht eine völlig neue Generation von Kunden, die verstärkt Druck auf Unternehmen und vor allem auch auf das Unternehmensmarketing ausüben, denn:

Je mehr Misstrauen die Menschen einerseits dem Massenmarketing entgegenbringen, desto mehr wächst andererseits auch das Verlangen, sich anderen Informationsquellen zuzuwenden – und zwar solchen, die authentisch und vertrauenswürdig erscheinen. Durch das Internet haben die Konsumenten einen Kanal, über den Sie Erfahrungen und Meinungen über Produkte, Marken und Unternehmen, grenzübergreifend austauschen und anderen Menschen in Echtzeit zur Verfügung stellen können.

Was für den Verbraucher eine hervorragende Chance ist, birgt für Unternehmen auch eine gewisse „Krux“, denn:
Diese Art von Marketing lässt sich von Unternehmen nicht aktiv steuern und beeinflussen – maximal mit den richtigen Instrumenten in die gewünschte Richtung lenken.

Doch was wollen die Kunden von heute eigentlich?

Sie möchten mit dem Unternehmen interagieren, in ihrer persönlichen Meinung wahrgenommen werden und sich für das Unternehmen bedeutsam fühlen – und dabei einem authentischen und vertrauenswürdigen „Kommunikationspartner“ auf Augenhöhe gegenüberstehen.

Diese Entwicklungen zeigen, wie sich das Verhalten der Kunden im Zeitablauf verändert hat – das war in der Vergangenheit so und wird auch in Zukunft so bleiben. Deshalb ist es umso wichtiger, diese Entwicklungen jederzeit im Blick zu haben.

Inhabergeführtes Kleinunternehmen: Die Herausforderungen des Alltags

In kleinen Unternehmen ist der Arbeitsalltag meistens eines: hektisch. Eine Vielzahl an Aufgaben muss von einem kleinen Team bewältigt werden. Nicht selten ist es so, dass ein Mitarbeiter verschiedenste Funktionen im Unternehmen bekleidet und nicht nur äußerst flexibel sein, sondern sich auch immer wieder neuen Herausforderungen stellen muss.

Ein Beispiel:

In Stuttgart befindet sich ein inhabergeführtes Aquaristik-Geschäft, das sich auf den Verkauf von Meerwasser-Aquarien spezialisiert hat. Neben einer umfassenden Beratung, erwartet den potenziellen Käufer eine große Auswahl verschiedenster Aquarien in jeder Größe und dazu passendes Profi-Equipment, wie Osmose-Anlagen, Pumpen und so weiter.

Das Team der Meerwasser GmbH besteht, neben dem Geschäftsführer, aus vier weiteren Personen. Alle fünf sind tagsüber im Verkauf und in der Beratung tätig. Das Geschäft läuft momentan gut, denn die Aquaristik-Branche boomt. Die Buchhaltung, Bestellungen, der Kontakt mit Lieferanten – all das läuft nebenbei. Und so natürlich auch die Pflege der eigenen Website. Hierfür ist kein Mitarbeiter abgestellt. Die Website wird von demjenigen gepflegt, der gerade Zeit hat – und wenn sich kein Zeitfenster ergibt, dann wird das auch schon mal auf die lange Bank geschoben. Knowhow im Onlinemarketing besitzt niemand aus dem Team – mal abgesehen von privaten Aktivitäten in sozialen Netzwerken.

Die Website ist bereits drei Jahre alt, nicht für mobile Endgeräte optimiert und bietet Usern auch keinerlei Mehrwert – lediglich eine Übersicht über die im Laden verfügbaren Produkte. In Suchmaschinenoptimierung wurde bislang nicht investiert – weil das Unternehmen bislang auch so gut läuft und der Geschäftsführer das deshalb als „rausgeschmissenes Geld“ empfindet.

Das zeigt: Neben fehlenden personellen Ressourcen, sind natürlich auch die Finanzen ein wesentliches Thema. Häufig erscheint das Einstellen eines Marketing-Profis finanziell gar nicht machbar zu sein – und schon gar nicht die eigene Umsetzung aufwändiger Maßnahmen.

Doch auch wer heute noch über genügend Kunden und Aufträge verfügt, sollte sich nicht in Sicherheit wiegen. Jederzeit kann es passieren, dass ein oder mehrere Aufträge wegbrechen. Und damit in solch einem Fall nicht gleich die Unternehmensexistenz bedroht ist, sollte man als Unternehmer Weitblick haben und sich bereits im Voraus absichern.

Nur wer über eine entsprechende Bekanntheit und gute Rezensionen verfügt, kann solch ein „Auftragsloch“ auffangen. Und dafür ist es notwendig, bereits in geschäftlich „guten Zeiten“ in entsprechendes Marketing zu investieren. Zumal die meistens Maßnahmen auch nicht von heute auf morgen greifen, sondern in ihrer Wirksamkeit langfristig zu sehen sind.

Sinnvoll ist für Unternehmen ein entsprechender Mix aus Offline- und Onlinemarketing-Maßnahmen, um die eigene Zielgruppe bestmöglich auf allen Kanälen zu erreichen und die Grundlage für eine entsprechende Reichweite und Bekanntheit zu legen.

Doch insbesondere das Onlinemarketing hat Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind – und die auch für kleine Unternehmen großes Potenzial bieten, auch für den etwas schmäleren Geldbeutel.

Fazit: Aufträge akquirieren und Produkte verkaufen

Wer in Marketing investiert, möchte natürlich schnellstmöglich einen „Return on Investment“ sehen – also, Aufträge an Land ziehen, Produkte verkaufen und damit den wirtschaftlichen Fortbestand des Unternehmens sichern. So auch der Geschäftsführer der Meerwasser GmbH in unserem obigen Beispiel.

Grundsätzlich verhält es sich so, dass die Instrumente des Onlinemarketings erst im Zeitablauf ihr volles Potenzial entfalten können, vor allem im Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Es gibt aber natürlich auch zahlreiche Maßnahmen, die schneller wirken: Mehrwert auf der Website und in den sozialen Netzwerken, das Schalten von Werbeanzeigen und vieles mehr.

Fakt ist: Die Präsenz im Netz und ganz speziell die Suchmaschinenoptimierung sind – insbesondere für Kleinunternehmen – wichtig für das künftige Bestehen am Markt.

In der Praxis sieht es meistens anders aus. Häufig wird die Bedeutung des Onlinemarketings im Alltag vernachlässigt: Entweder, weil keine Zeit zur Umsetzung der Maßnahme ist, weil die personellen und finanziellen Ressourcen fehlen oder ganz einfach, weil das Unternehmen gerade gut läuft.

Doch insbesondere in guten Zeiten lohnt es sich, in Onlinemarketing und speziell SEO zu investieren – denn wenn ein Auftragsloch droht, ist man so bestens aufgestellt, um Neukunden zu akquirieren. Insbesondere, weil zahlreiche SEO-Maßnahmen erst langfristig ihre Wirkung zeigen.

Die wichtigste Frage lautet natürlich nun: Wie lässt sich mit SEO und anderen Onlinemarketing-Maßnahmen der Umsatz steigern? Das zeigen wir Ihnen ganz konkret in den nächsten Blogartikeln unserer Serie.

Noch ein kleiner Tipp am Rande: Echte Profis in Sachen Onlinemarketing, Social Media und SEO finden Sie übrigens in den Anzeigen unserer SEOJobbörse.



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