Werkstudent im Bereich Social Media Marketing

Zeit in den sozialen Kanälen verbringen, Berufserfahrung sammeln und dabei auch noch Geld verdienen? Wenn Sie wissen, was derzeit in den sozialen Medien angesagt ist, wie man User begeisterst und Ideen hast, ein Unternehmen zu repräsentieren – dann ist eine Werkstudententätigkeit im Bereich Social Media Marketing genau das richtige!

Heute zeigen wir Ihnen, warum ein Tätigkeit als Werkstudent quasi eine Investition in die Zukunft ist. Aber auch, welche Aufgaben Sie im Bereich Social Media Marketing erwarten und welche Qualifikationen im Alltag wichtig sind.

Im Studium Geld verdienen: Die Werkstudententätigkeit

Als Student ist man meistens knapp bei Kasse und da schadet es nicht, nebenbei ein paar Euro dazu zu verdienen. Schließlich müssen nicht nur die Freizeitgestaltung bezahlt werden, sondern natürlich auch die Lebenshaltungskosten – und dabei von den Eltern abhängig sein muss nicht sein.

Als Student kommen verschiedene Jobmodelle in Frage – ein 450 Euro Job, Arbeiten in den Semesterferien oder eine Tätigkeit als Werkstudent.

Um als Werkstudent in einem Unternehmen eingestellt zu werden, ist eine Immatrikulation in Vollzeit nachzuweisen. Ist diese Voraussetzung erfüllt, dürfen Werkstudenten während des Semesters bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten, in den Semesterferien auch mehr.

Die Vorteile liegen klar auf er Hand:
Wer einer Beschäftigung als Werkstudent nachgeht, zahlt deutlich weniger Beiträge zur Sozialversicherung als Teilzeitangestellte – es bleibt also am Ende des Monats netto mehr übrig.

Als Werkstudent profitiert man nicht nur vom Gehalt, sondern insbesondere vom Schnuppern erster Praxisluft in dem künftigen Traumberuf. Außerdem knüpft man bereits während der Studienzeit wertvolle Kontakte und ebnet den Weg für den Jobeinstieg nach dem Studium – sofern man sich fachlich und persönlich von seiner besten Seite präsentiert.

Kommen wir nun zu den Kernaufgaben, die ein Social Media Manager im Alltag bewältigt. Schließlich gilt es, sich als Werkstudent genau in diese Themengebiete „einzufuchsen“, um den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere nach dem Studium zu legen.

Die Kernaufgaben eines Social Media Managers

Die Aufgaben im Arbeitsalltag eines Social Media Managers sind sehr vielfältig und spannend.

Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Tätigkeiten:

  • Erstellung eines Social Media Konzepts
  • Aufbau und Steuerung des Images des Unternehmens XY
  • Gewährleistung einer einheitlichen Kommunikation auf allen genutzten Kanälen, um einen Wiedererkennungsfaktor zu schaffen („Roter Faden“)
  • Festlegung von Wordings / Erstellung eines Glossars zur dauerhaft einheitlichen Außenkommunikation
  • Regelmäßige Erstellung von Redaktionsplänen
  • Erstellung von Content, der auf die Interessen und Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt ist – in enger Abstimmung und Absprache mit anderen Abteilungen sowie Vorgesetzten
  • Streuung der redaktionellen Inhalte auf verschiedenen Kanälen
  • Zeitnahe Beantwortung von User-Kommentaren
  • Routinierter und professioneller Umgang mit kritischen User-Kommentaren / „Shit-Storms“
  • Regelmäßige Interpretation relevante Kennzahlen zur Erfolgskontrolle und Aufbereitung in Berichten („Monitoring“), um die Social Media-Aktivitäten zu optimieren
  • Planen und Schalten von Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken
  • Planung von Kampagnen
  • Bestimmung von Social Media Richtlinien
  • Immer „up to date“ sein, was soziale Netzwerke und deren Entwicklungen angeht und dementsprechend das Konzept immer wieder auf den Prüfstandstellen / Anpassungen vornehmen

Wichtig ist, dass man als Werkstudent im Bereich der sozialen Medien darauf bedacht zu sein, immer am Puls der Zeit zu bleiben. Es hilft ungemein, sich eine Lesezeichen-Liste an Blogs und Fachwebsites anzulegen, die regelmäßig nach Neuigkeiten aus der Branche überprüft werden.

Schließlich ist das Feld „Social Media Marketing“ äußerst schnelllebig und erfordert kurze Reaktionszeiten im Hinblick auf die Anpassung der eigenen Strategie.

Jetzt stellt sich die wichtigste Frage:
Welche Qualifikationen sollte man als Werkstudent im Social Media Marketing möglichst mitbringen?

Qualifikationen eines Werkstudenten im Social Media Marketing

In der Regel wird von einem Social Media Manager ein abgeschlossenes Hochschulstudium in den Bereichen Marketing, Kommunikation, Medienwissenschaften, Journalistik oder Germanistik mit einer anschließenden Social Media Weiterbildung (oder einem entsprechenden Studienschwerpunkt) vorausgesetzt. Das heißt, um einen Werkstudentenjob in dem Bereich zu ergattern, sollte man in einem der genannten Studiengänge immatrikuliert sein.

Wünschenswert wäre, dass der Werkstudenten-Anwärter eine erste Erfahrung im Umgang mit sozialen Netzwerken und ggf. auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit vorzuweisen hat. Zum Beispiel durch das Schreiben von Pressetexten für den Sportverein oder eben entsprechende Hobbys und Vorpraktika.

Darüber hinaus sind die folgenden Interessen, Kenntnisse und Qualifikationen von Vorteil, wenn es darum geht, sich für einen Werkstudentenjob im Social Media Marketing zu bewerben:

  • Grundlegende Kenntnisse im Umgang mit gängigen Bildbearbeitungs- und Videoschnittprogrammen, gängigen Social Media Tools und MS Office-Anwendungen
  • Kommunikationsfähigkeit und -freudigkeit
  • Guter Schreibstil, der auch an die Zielgruppe angepasst werden kann, um auf „Augenhöhe“ zu kommunizieren
  • Korrekte Anwendung deutscher Rechtschreibung und Grammatik
  • Kreativität
  • Schlagfertigkeit
  • Empathie (Hineinversetzen in die Interessen und Bedürfnisse der Zielgruppe)
  • Fähigkeit / Willen zur ständigen Weiterentwicklung im Bereich Social Media
  • Kenntnisse im Umgang mit sozialen Netzwerken und Wissen zu den gängigen „Fallstricken“ (Impressumspflicht, DSGVO, Urheberrecht, etc.)

Das passende Unternehmen finden

Unternehmen, die Werkstudenten für die Pflege der sozialen Kanäle suchen, gibt es quasi wie Sand am Meer. Hier den Überblick zu behalten, ist also gar nicht so leicht.

Wir helfen Ihnen mit unserer SEOJobbörse das passende Angebot zu finden.

In der Rubrik „Social Media Jobs“, sehen Sie alle derzeit verfügbaren Angebote von Unternehmen.

Sie erkennen auf einen Blick, welches Unternehmen Unterstützung sucht und welche Qualifikationen der Bewerber mitbringen sollte. Gefällt Ihnen ein Angebot besonders gut, gelangen Sie mit einem Klick in die Detailansicht mit vielen weiteren Informationen rund um das Jobangebot

So lässt sich rasch ein Eindruck verschaffen, ob das Stellenangebot von Interesse sein könnte.

Wer nicht lange fackeln bzw. nicht lange darauf warten will, dass ein Unternehmen ein passendes Angebot inseriert, kann natürlich auch selbst ein Jobgesuch aufgeben. Hierauf können sich interessierte Unternehmen bei Ihnen melden.

Das Vorstellungsgespräch

Ist das passende Jobangebot erstmal gefunden und eine Einladung zum Bewerbungsgespräch ins Haus geflattert, wurde bereits die erste Hürde genommen. Jetzt heißt es: Sich intensiv auf das Gespräch vorbereiten.

Seien Sie sich gewiss: Wer einen Job im Bereich Social Media Marketing anstrebt, dessen eigene Profile in den sozialen Medien werden vor dem Gespräch auch intensiv begutachtet. Das ist in der Branche „Gang und Gäbe“.

Wenn Sie das nicht möchten, muss an den Öffentlichkeitseinstellungen des Profils geschraubt werden. Das zeigt dem potenziellen Arbeitgeber auch, dass mit diesen wichtigen Einstellungen verantwortungsbewusst umgegangen wird und entsprechende Kenntnis hierüber vorliegt.

Ein „ordentliches“ Profilbild muss natürlich ebenfalls sein!

Anschließend gilt es sich zu überlegen, welche Fragen im Gespräch gestellt werden könnten. Je nach Vorbildung, durch Ihren Studiengang und die Angaben zu Vorpraktika und Interessen, wird das Unternehmen mit den Fragen fachlich mehr oder weniger in die Tiefe gehen.

Wir haben mal ein paar Fragen und Antworten aufgelistet. Aber Achtung, die Antwortbeispiele geben keine Garantie auf Vollständigkeit, sondern sollen lediglich als Hinweis für Ihre weiteren Recherchen dienen:

Worin sehen Sie die Vorteile des Social Media Marketing gegenüber dem klassischen Marketing?

  • Sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis (viele soziale Kanäle und Tools kostenlos nutzbar bei gleichzeitig hoher Reichweite)
  • Weniger Streuverluste & gezieltere Kundenansprache
  • Ortsunabhängige Verbreitung von Werbebotschaften
  • Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten
  • Interaktion in Echtzeit
  • Vielfältige Möglichkeiten zur Erfolgskontrolle
  • Anpassung von Kampagnen in Echtzeit möglich
  • Werbeanzeigen sind um ein Vielfaches effektiver und gleichzeitig günstiger als Anzeigen in Offlinemedien

Wie kam es dazu, dass die Menschen sich in der Vergangenheit verstärkt sozialen Medien zugewendet haben?
Die persönliche Kommunikation zwischen dem Kunden und dem Händler ist immer in der Vergangenheit ein wesentlicher Bestandteil gewesen, der die Konsumentscheidung beeinflusst hat. Dieser direkte Dialog wurde jedoch, im Zuge des Massenmarketings, vor etwa 150 Jahren, ausgeschaltet. Unternehmen gingen dazu über, Massenbotschaften zu senden – also beispielsweise über Plakate, Werbeprospekte, Radio- und TV-Werbung und aufgrund dieser Botschaften sollten die Kunden passiv zum Kauf animiert werden.

Dieses Massenmarketing wird auch als One-Way-Communication bezeichnet. Hierbei ist nicht vorgesehen, dass Kunden mit diesen Werbebotschaften interagieren.

Heutzutage geht der Trend wieder zurück zur persönlichen Kundenkommunikation. Diese sogenannte Two-Way-Communication zeichnet sich dadurch aus, dass Kunden mit dem Unternehmen wechselseitig kommunizieren möchten und nicht mehr lediglich passive Empfänger von Werbebotschaften sein wollen.

Wichtige Stichwörter in diesem Zusammenhang (die der Bewerber – zumindest in Teilen – nennen können sollte):

  1. Informationsüberflutung
  2. Skepsis gegenüber offensichtlicher Werbung
  3. Werbung wird nicht mehr wahrgenommen
  4. Kunden möchten auf Augenhöhe angesprochen werden
  5. Bedürfnis nach authentischen und glaubhaften Informationsquellen
  6. Soziales Umfeld rückt in den Vordergrund

» Social Media: Bietet Usern die entsprechenden Kanäle um sich mitzuteilen, Empfehlungen auszusprechen oder Negativ-Erfahrungen auszutauschen. Dies gilt als authentisch und glaubhaft.

Welche Schritte sind notwendig, um ein Social Media Konzept zu erstellen?

  1. Ist-Analyse
  • Welche sozialen Medien wurden bisher genutzt und auf welche Art und Weise?
  • Wie positionieren wir uns?
  • Wie setzt sich die Zielgruppe zusammen, die künftig adressiert werden soll? (Alter, Geschlecht, Wohnort, Bedürfnisse, Interessen, Einkommen, Werte, Bildung,)
  • Welche Ansprüche hat die Zielgruppe an Content in sozialen Medien?
  • Definition der zu erreichenden Ziele
    • Diese müssen messbar, eindeutig, realistisch und zeitlich begrenzt formuliert sein
  • Festlegen der Strategie
    • Eine Marketingstrategie ist ein bedingter, langfristiger, globaler Verhaltensplan zur Erreichung der Marketingziele
  • Eruieren, welche Social Media-Kanäle geeignet sind, um die gesetzten Ziele zu erreichen und die Zielgruppe zu erreichen.
  • Welche Inhalte werden auf welchen Kanälen gestreut?
  • Durchführung der Erfolgskontrolle. Welche Kennzahlen werden herangezogen, um zu messen, ob die gesetzten Ziele erreicht wurden?
  • Hinweis:
    Dies sind die Bestandteile eines vollständigen Social Media Konzepts, welches als fundierte Grundlage für die spätere Umsetzung dient.

    Es sollten immer nur die Social Media-Kanäle bespielt werden, auf denen sich auch die eigene Zielgruppe befindet. Empfehlenswert ist es, nur so viel Kanäle zu nutzen, wie sich in der Praxis auch pflegen lassen. Der zeitliche Aufwand kann immens sein.

    Welches ist das aktuell das soziale Netzwerk mit den meisten Nutzern weltweit?
    Facebook (direkt gefolgt von YouTube auf dem zweiten Platz)

    Wie viele Nutzer hat Facebook?
    Antwort: Stand Juli 2018: 2.34 Milliarden Nutzer weltweit (Quelle: allfacebook.de, https://allfacebook.de/toll/state-of-facebook)

    Was ist ein Redaktionsplan und warum stellt er ein wichtiges Instrument dar?
    Die Planung von Social Media Content ist kein einfacher Job. Als Social Media Manager braucht man ständig neue Ideen, muss den Markt und die Wettbewerber beobachten, die Zielgruppe und für sie interessante Themen kennen. Es heißt also, immer am Puls der Zeit sein.

    Der Redaktionsplan stellt in diesem Zuge ein wesentliches Planungsinstrument dar.

    Er ist wichtig, um strategisch vorgehen und strukturiert Arbeiten zu können. Er hilft dabei, die Arbeit im Team besser zu koordinieren, bei der Vielfalt sozialer Netzwerke nicht den Überblick zu verlieren und Themen mit ausreichend Vorlauf planen zu können.

    Mit einem Social Media-Redaktionsplan lassen sich nicht nur Themen und Aktionen für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr vorausplanen. Hier lassen sich auch Zuständigkeiten und Deadlines festhalten und vermerken, zum Beispiel von welchen Abteilungen / Mitarbeitern Zuarbeiten (bspw. durch das zur Verfügung stellen von relevanten Informationen, Bild- und Videomaterial) benötigt werden.

    Welche Bestandteile sollte ein Redaktionsplan mindestens aufweisen?

    • Thema
    • Kurzbeschreibung des Contents, wichtige Details und Hinweise zu dem Thema
    • Termin, bis wann Bilder, Texte etc. in finaler Fassung vorliegen müssen
    • Autor und ggf. weitere Verantwortliche / involvierte Personen
    • Finaler Veröffentlichungstext
    • Kanal: Wo soll der Beitrag erscheinen?
    • Verbreitung der Inhalte: Wo ist unsere Zielgruppe im Netz unterwegs? Auf welchen Plattformen wird eventuell auf den Beitrag hingewiesen oder wer soll zum Seeding (Streuen, Weiterverbreiten des Inhalts) motiviert werden?

    Mit welchen Inhalten würden Sie die Zielgruppe des Unternehmens XY begeistern?

    Mögliche Antworten:

    • Gewinnspiele
    • Umfragen und Abstimmungen zum Thema XY
    • Aktuelle News zum Thema XY
    • Infografiken
    • Storytelling (Azubi XY hat seine Ausbildung erfolgreich absolviert; Mitarbeiter XY hat die Fortbildung XYZ erfolgreich absolviert, so sieht es in unserem Social Media Marketing hinter den Kulissen aus, Storytelling: Wir bereiten Veranstaltung XY vor …)
    • Bilder, Videos, Infografiken zum Thema XY

    Hinweis:
    Grundsätzlich sind bei dieser Antwort der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass der Bewerber sich im Gespräch in die Interessen und Bedürfnisse der Zielgruppe des Unternehmens hineinversetzen kann und dementsprechend kreative Ansätze zeigt.

    Was sind Key Performance Indikatoren (KPIs)?
    KPIs sind Kennzahlen, die Aufschluss darüber geben, ob die durchgeführten Social Media-Aktivitäten auf die gesetzten Ziele einzahlen. Sie dienen also der Erfolgskontrolle / dem Monitoring.

    Welche KPIs kennen Sie aus dem Bereich Social Media?

    • Reichweite
    • Stimmungsbild
    • Engagement
    • Einfluss
    • Conversion
    • Klicks
    • Likes
    • Shares
    • Anzahl Fans / Follower
    • Kommentare
    • Impressionen

    Fazit

    Ein Werkstudentenjob ist nicht nur eine tolle Möglichkeit, um mehr über den zukünftigen Traumjob herauszufinden und sich persönlich weiterzuentwickeln, sondern kann auch das Sprungbrett für die Abschlussarbeit und einen anschließenden Einstieg im Unternehmen sein.

    Seien Sie deshalb gut für das Bewerbungsgespräch gerüstet! Wer den Job ergattert, hat nicht nur hervorragende Zukunftsaussichten, sondern nennt auch noch einen kreativen und spannenden Arbeitsplatz sein Eigen!

    Bild: Ivan Traimak fotolia.com


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