Google-Update: Änderungen am Core-Algorithmus

Wer einen Job im Bereich SEO sein Eigen nennt, der weiß: Immer auf dem Laufenden zu bleiben, was den Google-Algorithmus und die rund 200 Rankingfaktoren angeht, ist das A und O. Schließlich möchte man ja, dass die Kunden mit der eigenen Arbeit zufrieden sind und möglichst viele Weiterempfehlungen aussprechen.

Ob Sie nun in einer Onlinemarketing-Agentur arbeiten, als SEO-Freelancer ihre Brötchen verdienen oder ein Praktikum in diesem Bereich absolvieren, die Veränderungen des Google-Algorithmus zu kennen und zu verfolgen, ist ein wichtiger Bestandteil des Arbeitsalltags.

Kürzlich gab es wieder ein großes Update, welches im März 2018 auch offiziell von Google bestätigt wurde. Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst und sagen Ihnen, was nun zu tun ist.

Google Algorithmus-Updates: Was passiert da eigentlich?

Das erklärte Ziel von Google besteht darin, die Suchergebnisse für User stets relevanter zu gestalten. Der Google-Algorithmus spielt dabei eine wichtige Rolle. Dieser bewertet Webauftritte anhand verschiedener Kriterien. Je relevanter Google eine Seite einstuft, umso besser rankt diese auch in den Suchmaschinen-Ergebnissen – klingt eigentlich ganz einfach, oder?

Google arbeitet täglich daran, seinen Algorithmus zu verbessern. Diese kleinen Änderungen haben meist keine spürbaren Auswirkungen für Betreiber eines Webauftritts. Die Modifikationen am Kern-Algorithmus („Core-Algorithmus“) allerdings schon. Wenn Google hieran schraubt, machen sich die Auswirkungen bemerkbar. Bestimmt erinnern Sie sich noch an große Aktualisierungen aus der Vergangenheit, wie das Panda– oder Penguin-Update, die weitreichende Folgen für einige Seiten hatten und für Aufruhr in der Branche sorgten.

Diese großen Veränderungen kündigt Google nicht an – und gibt auch keine Handlungsempfehlungen heraus. Branchenkenner, die den Sichtbarkeitsindex von Websites über einen längeren Zeitraum beobachten, können hier gravierende Veränderungen feststellen, wenn Google den Core-Algorithmus updated – und daraus entsprechende Schlüsse ziehen. Einige Seiten gewinnen an Sichtbarkeit, einige verlieren diese. Und genau das konnte im März beobachtet werden.

Was ist der Sichtbarkeitsindex?

Der Sichtbarkeitsindex weist die Position bzw. den Wert eines Webauftritts aus. Je höher dieser Wert ausfällt, umso besser stellt die Sichtbarkeit der Seite in den Google-Suchmaschinenergebnissen dar. Damit der Sichtbarkeitsindex aussagekräftigt ist und als „Beweismaterial“ herangezogen werden kann, muss eine dauerhafte Beobachtung erfolgen.

Im Web gibt es zahlreiche kostenlose und kostenpflichtige Tools, mit denen man genau das tun kann. Und auch wenn diese auf unterschiedliche Berechnungsgrundlagen zurückgreifen, ist eigentlich nur eines wichtig bei dessen Beobachtung: Wie sich der Wert im Zeitablauf verändert.

Der Sichtbarkeitsindex: Neueste Entwicklungen

Brancheninsider haben im März 2018 große Veränderungen von Websites im Sichtbarkeitsindex beobachten können. Und so kam es auch zu dem Schluss, dass Google ein Update des Core-Algorithmus vorgenommen haben musste.

Auffällig war: Seiten, auf denen viel Content vorhanden ist, haben an Sichtbarkeit gewonnen. Websites mit reinen Aufzählungen haben an Sichtbarkeit verloren. Zu den Gewinnern gehörte unter anderem youtube.com, an Sichtbarkeit eingebüßt hat dagegen die Seite duden.com.

Das offizielle Google-Statement

Google setzte den Spekulationen am 12. März ein Ende und verkündete offiziell, dass tatsächlich Modifikationen am Core-Algorithmus vorgenommen wurden.
Hier ein Auszug aus dem Twitter-Statement:


Quelle: https://twitter.com/searchliaison/status/973241543636148225

Kurz zusammengefasst und übersetzt bedeutet dies: Das Ziel des Updates war es nicht, Seiten abzustrafen, sondern bislang „unterbewertete“ Seiten im Ranking nach vorne zu bringen. Es ist möglich, dass diese Seiten im Zeitablauf auch wieder an Sichtbarkeit zunehmen werden.

Sie sehen schon: Konkrete Handlungsempfehlungen und Infos zu den Hintergründen gibt es, wie üblich, nicht von Google. Und doch scheint eines ganz deutlich zu sein: Webauftritte, die mit hochwertigem und einzigartigem Content punkten können, stehen noch höher im Kurs als je zuvor. Der altbewährte Spruch „Content is King“ ist so aktuell wie nie!

Fakt ist auch: Die gravierenden Veränderungen im Sichtbarkeitsindex haben nichts damit zu tun, dass Google gerade dabei ist, mobil-optimierte Websites in den Mobile-Index umzuziehen.

Handlungsempfehlungen: Das können SEO-ler jetzt tun!

Wenn Sie regelmäßig hochwertigen und einzigartigen Content verfassen, der so in seiner Breite und Tiefe möglichst nicht bei Wettbewerbern zu finden ist, dann sind Sie auf der richtigen Seite und brauchen auch das neue Update nicht zu fürchten.

Entspannt zurücklehnen sollten Sie sich dennoch nicht, denn es gibt immer etwas zu tun bzw. zu verbessern bei den Websites, die Sie für Ihre Kunden betreuen.

  1. Eine ausführliche Keyword-Analyse stellt das A und O dar. Sicherlich haben Sie für Ihre Kunden bereits eine solche durchgeführt. Doch wie lange ist das schon her? Es lohnt sich erneut zu überprüfen, ob sich bei der Anzahl der Suchanfragen und der Wettbewerber etwas verändert hat – und dann entsprechende Veränderungen in Angriff zu nehmen.
  2. Was sich auch stetig verändert, ist das Suchverhalten der User. So haben Long-Tail-Keywords in der Vergangenheit an Beliebtheit gewonnen und das Suchverhalten hat sich über mobile Endgeräte verändert. Nehmen Sie sich Zeit für eine ausführliche Recherche, um den Webauftritt bestmöglich an die Interessen und Bedürfnisse anzupassen.
  3. Erstellen Sie regelmäßig Content, der auf die Zielgruppe abgestimmt ist. Dazu gehört auch die optische Aufbereitung mit Videos, passendem Bildmaterial und aussagekräftigen Infografiken. So machen Sie den Webauftritt nicht nur vom Wettbewerb unterscheidbar, sondern steigern auch langfristig die Relevanz des Webauftritts in den Google-Suchmaschinenergebnissen.

Sie sehen schon: Langweilig wird es nie, wenn es um das Thema „SEO“ geht. Wer die Google-Rankingfaktoren kennt und entsprechende Maßnahmen ergreift, braucht auch große Updates nicht zu fürchten – und legt gleichzeitig den Grundstein für den eigenen Geschäftserfolg bzw. den der Kunden. Und das ist wiederum eine hervorragende Basis für eine langfristige Zusammenarbeit und gute Aufträge.

Natürlich halten wir Sie hier auf dem Laufenden, wenn es Neuigkeiten rund um die Aktualisierung des Google-Algorithmus gibt.



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