Online Marketing – Formen des Digital Marketing im Überblick (Teil 2)

Im ersten Teil unseres Specials „Online Marketing – Formen des Digital Marketing im Überblick“ haben wir uns die Bedeutung des Online-Marketings angeschaut und uns mit deren Zielsetzung beschäftigt. Im zweiten Teil werfen wir einen Blick auf die Teilgebiete des Internet-Marketings sowie die zentralen Plattformen im Online-Marketings.

Die wichtigsten Teilgebiete des Online Marketing

Kommen wir nun zu den wichtigsten Kanälen und Instrumenten des Online Marketing. Wir stellen diese nur kurz vor und beschäftigen uns in weiteren Beiträgen im Blog detaillierter und wesentlich ausführlicher mit den einzelnen Kanälen, ihren Besonderheiten, den Herangehensweisen und besonderen Herausforderungen.

Suchmaschinenmarketing (SEM)

Ein zentraler Bestandteil ist und bleibt das Suchmaschinenmarketing oder auch kurz SEM (Search Engine Marketing). Dieses Teilgebiet ist in die beiden Bereiche SEO (Search Engine Optimization) und SEA (Search Engine Advertising) unterteilt. Das Ziel ist bei beiden, der Suchmaschinenoptimierung und er Suchmaschinenwerbung, gleich: Das Ergebnis im Ranking in einer Suchmaschine soll verbessert werden. Dies erreicht man langsam mit SEO und entsprechendem Content-Marketing, oder schnell mit Werbeanzeige wie beispielsweise über Google Ads.

Content-Marketing

Content-Marketing ist eines der Schlagworte, die seit Jahren die Szene des Onlinemarketing beherrschen. Content is King! Diese Marketing-Methode hat das Ziel, Zielgruppen mit relevanten Informationen zu versorgen, sie zu beraten, zu unterhalten und zu begeistern. Im Content-Marketing als elementarem Teil der Unternehmenskommunikation laufen die verschiedensten Teildisziplinen zusammen. PR, SEO, Content-Kreation, Communitymanagement, Social-Media-Management und E-Mail-Marketing führen gemeinsam zu Kundenbindung, Branding und Kundengewinnung. Was genau Content-Marketing ist oder sein soll, definiert jede Unterdisziplin anders. Aus den Reihen der Suchmaschinenoptimierer wird Content-Marketing vor allem zum Linkaufbau als Teil der Suchmaschinenoptimierung gesehen. Die Riege der PR bezeichnet es als Öffentlichkeitsarbeit. Die Weite des Themas erfordert eine umfassende Betrachtung, der wir gern in weiteren Artikeln nachgehen.

Social-Media-Marketing (SMM)

Auch das Social-Media-Marketing hat in den letzten Jahren eine zunehmende Bedeutung bekommen. Immer mehr Plattformen werden von den Menschen genutzt und bieten Unternehmen einzigartige Möglichkeiten der Positionierung. Es geht um Kundenbindung, um Reichweitengenerierung, die Steigerung des Bekanntheitsgrades von Unternehmen und/oder Produkten. Social- Media-Kanäle wie Facebook, Messenger und WhatsApp werden aber auch für das Customer-Relationship-Management (CRM) verwendet. Hinzu kommen die hervorragenden Möglichkeiten des Advertising, also dem Schalten von Werbeanzeigen in den einzelnen Kanälen. Übrigens begrenzt sich Social-Media-Management nicht nur auf die Kommunikation zwischen Unternehmen zu Kunden (B2C), sondern erweitert sich zunehmend durch Plattformen wie Xing oder LinkedIn auch auf die Kommunikationsebene von Business-to-Business (B2B).

E-Mail- Marketing

Beim E-Mail- Marketing geht es nicht um die Streuung von Content oder Werbeanzeigen an potentielle Zielgruppen, sondern hier geht es um den direkten Kontakt zu Geschäftskunden, potentiellen Neukunden oder ehemaligen Kunden. Es ist somit das Pendant zum Direktmarketing oder Dialogmarketing. Ein häufig genutztes Mittel sind Newsletter, die an das Unternehmen erinnern, besondere Aktionen und Neuigkeiten an den Empfänger bringen oder Wissen vermitteln. Die langfristigen Ziele des E-Mail-Marketing sind vor allem Kundenbindung, Image-Pflege und Umsatzsteigerung.

Online-PR

Bei der Online PR geht es um klassische Medienarbeit, die sich allerdings auf weit mehr Kanäle als noch vor einigen Jahrzehnten erstreckt. Neben Blogger Relations und native Advertising geht es vor allem um Influencer-Marketing, welches immer bedeutsamer, und ja, auch manchmal nervig, wird.

Paid Advertising

Im Paid-Advertising dreht sich alles um die verschiedenen Formen des Online Marketing, bei denen Geld fließt. Einige Möglichkeiten haben wir schon in anderen Teilgebieten erwähnt, andere hingegen sind so speziell, dass wir gesondert auf sie eingehen möchten. Dabei gebührt der Kürze die Würze, denn detaillierte Informationen – genau, sprengen den Rahmen und werden an anderer Stelle bereitgestellt. Vorstellen möchten wir Ihnen aber das Display-Marketing, das Affiliate-Marketing und das Marktplatz PPC.

» Displaywerbung
Oftmals spricht man bei Display-Advertising auch von Bannerwerbung. Grafiken und Videos werden in ganz unterschiedlichen Formaten und Ausführungen auf Webseiten eingeblendet. Dafür bucht der Werbetreibende Plätze auf den Webseiten. Ziel dieser sehr häufig eingesetzten Form von Online Marketing ist die Marktdurchdringung und die Erhöhung der Reichweite.

» Affiliate Marketing
Affiliate heißt im Englischen so viel wie Eingliedern und wurde im Prinzip durch Amazon erfunden. Ähnlich wie das Referral-Marketing, ist es eine Form des Empfehlungsmarketings. Beim Affiliate-Marketing kommt eine Zusammenarbeit zwischen Händler und einem Webseitenbetreiber zustande. Der Händler (Merchant) nutzt die Webseite des anderen, um seine Produkte zu platzieren. Dies geschieht aber nicht durch Displaywerbung, sondern durch direkte Verlinkungen auf Produkte aus dem Shop des Händlers. Dies können Textlinks, aber auch Formate in Bild und sogar Video sein. Klicken die Benutzer des Webseitenbetreibers auf diese Links und kaufen im Optimalfall, erhält dieser eine Provision. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag über Affiliate-Marketing.

» Marktplatz PPC
Kurz soll hier noch die Marktplatz PPC Erwähnung finden. Im Prinzip ist dies genauso wie Suchmaschinenadvertising zu sehen. Der Unterschied liegt darin, dass eben Anzeigen nicht in Google, Bing usw. geschaltet werden, sondern auf Marktplätzen wie Amazon und Ebay. Amazon Advertising und Ebay Local Ads stellen neben dem Social-Media-Advertising eine interessante Erweiterung der Möglichkeiten für Anzeigenschaltung dar.

Wenn Sie nun glauben, wir hätten die Teilgebiete des Online-Marketing nun wirklich schon alle erwähnt, dann irren Sie sich leider. Preisvergleichsportale beispielsweise, stellen noch eine besondere Form dar. Außerdem muss man noch an alle Bereiche denken, die kanalunabhängig sind. Dazu gehören die Web-Analyse, das Tag Management, das Customer-Journey-Management, die Conversion-Optimierung, und vor allem die Marketing Automation. Doch dies sei an dieser Stelle nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Wir schauen uns zum Schluss nur noch schnell die zentralen Plattformen im Online Marketing an.

Zentrale Plattformen im Online-Marketing

Nachdem Sie nun einen Überblick über die wichtigsten Teilgebiete des digitalen Marketings haben, dürfen natürlich die zentralen Knotenpunkte des Netzes, die man auch Gatekeeper nennt, nicht fehlen. Wir stellen nur die wichtigsten Gatekeeper vor, die den Großteil des Datenflusses im Internet bestimmen. Dies sind heute vor allem soziale Medien, Suchmaschinen und Handelsportale.

Google

Google ist und bleibt wohl auch die am häufigsten benutzte Suchmaschine im Internet. In den meisten Ländern der Welt hat Google einen Marktanteil von über 90 Prozent. Daneben kommt aber auch immer mehr die Suchmaschine Bing zum Tragen, die seit Jahren versucht, gegen Google zu bestehen. Über die Suchmaschinen können Sie mit bezahlten Werbeanzeigen, aber auch über organische Suchergebnisse (SERPS) Besucher für Ihre Webseite, Ihren Online-Shop oder Ihre Präsenz in den sozialen Medien bekommen.

Facebook

Noch immer ist Facebook das beliebteste soziale Medium in der Welt. Ähnlich wie Google behauptet sich die Plattform als Marktführer diesbezüglich und hat fast ein Monopol. Kanäle wie Instagram oder WhatsApp sind immer mehr im Kommen, doch keine direkte Konkurrenz, da auch sie zum Konzern von Mark Zuckerberg gehören. Dennoch sollte man die aufsteigenden Kanäle, wie auch Pinterest, auf denen sich vor allem die jüngere Generation tummelt, nicht aus dem Auge verlieren. Facebook eignet sich für eine Vielzahl an Marketing-Instrumenten. Werbeanzeigen sind genauso möglich wie Branding, Kundenbindung und Kundengewinnung.

YouTube

YouTube ist gewissermaßen ein Zwitter zwischen sozialem Medium und Suchmaschine. Die Tendenz geht aber mehr hin zur Suchmaschine, denn auf der Video-Plattform gibt es nicht nur Musik, sondern auch unglaublich viel Wissen in Form von Tutorial, Anleitungen für alle möglichen Dinge des alltäglichen, beruflichen und sozialen Lebens. Auch hier können Sie mit den Nutzern in Kontakt treten wie in einem sozialen Medium, aber auch Werbeanzeigen schalten.

Amazon

In den letzten Jahren kommt man, wenn es um digitales Marketing geht, um Amazon nicht mehr herum. Die E-Commerce-Plattform hat sich zu einem echten Gatekeeper gemauert, so dass es auch schon die Spezial-Disziplin Amazon- SEO gibt. Bei der Produktsuche hat Amazon Google schon lang überholt. In diesem Zusammenhang muss der Vollständigkeit halber aber auch Ebay erwähnt werden. Die Plattform ist zwar nicht so stark wie Amazon, aber nicht zu verachten.

Fazit

Das Online Marketing ist, wie Sie gesehen haben, ein extrem weites Feld, bei dem viel beachtet werden muss und miteinander in einen Zusammenhang tritt. Wir könnten noch ewig über Kennzahlen des Online Marketing und deren Interpretation, die wichtigsten Säulen für erfolgreiches digitales Marketing, den Marketingkreislauf, die relevantesten Tools oder auch die häufigsten Fehler im Online-Marketing berichten, doch dies alles sprengt den Rahmen dieses Beitrags. Schauen Sie doch immer wieder bei uns im Blog vorbei! Wir werden all diesen Themen einzelne Artikel widmen und Sie an unserem Wissen über die Welt des Internets und der Möglichkeiten, sie für das Marketing zu nutzen, teilhaben lassen.



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